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Verleihung des Gründerpreises der Sparkasse zu Lübeck AG. Die Sieger und Finalisten 2018

Innovative Geschäftsideen, vielversprechende Gründungsprojekte und überzeugende Unternehmerpersönlichkeiten das war der „Gründerpreis der Sparkasse zu Lübeck AG 2018“.

Am 7. Juni 2018 war es wieder soweit: Der mit 10 000 Euro dotierte „Gründerpreis der Sparkasse zu Lübeck AG“ wurde vergeben – dieses Jahr bereits zum 6. Mal. Von Januar bis April konnten die Teilnehmer ihre Businesspläne einreichen. Gestern fand dann die Preisverleihung im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung statt. Bereits vor Beginn um 18 Uhr war das Foyer des BioMedTec Wissenschaftscampus gut gefüllt: Geladene Gäste, Zuschauer, Gründer, Jurymitglieder, Pressevertreter sowie Vertreter aus Wissenschaft und Forschung – alle waren sie gekommen, um die innovativsten Gründungsprojekte und Geschäftsideen des Jahres 2018 aus Universität, UKSH und Fachhochschule Lübeck kennenzulernen. 

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Empfang im Foyer

Durch den Abend führte Prof. Dr. Christian W. Scheiner vom Institut für Entrepreneurship und Business Development der Universität zu Lübeck und Leiter des Gründercube. In seinem Grußwort betonte er die Bedeutung der alle zwei Jahre stattfindenden Veranstaltung, durch die man einen „Eindruck von den phänomenalen Leistungen im Bereich Unternehmensgründungen“ erhalten könne.

Sodann erhielten die Gründer wichtige Tipps von den Experten. Prof. Dr. Botterweck von der Fachhochschule Lübeck riet, dass man bei allem, was man tut, auf sein „Bauch-, Herzgefühl und den Verstand“ hören und nicht aufgeben solle, denn das Scheitern im Leben gehöre dazu. Prof. Dr. Scheiner betonte, das Mut, Authentizität, Flexibilität und eine Portion Glück notwendig seien, um Chancen ergreifen zu können. Frank Schumacher, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse zu Lübeck AG, lobte die Gründungskultur in Lübeck: „Wir haben hier das Zentrum für die professionelle Beratung von Gründern mitten auf dem Campus.“ Die Präsidentin der Universität zu Lübeck, Frau Prof. Dr. Gabriele Gillessen-Kaesbach, hob die Bedeutung der Veranstaltung für die Gründerhochschule hervor.

Karin Prien, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, lobte in ihrer Ansprache die „vorbildliche“, „exzellente“ Zusammenarbeit von Universität und Fachhochschule: „Kooperation und Vernetzung sind elementar und hier in Lübeck hat man das verstanden.“ Für diese Gründungskultur sei der Gründercube ein „starkes Zeichen“ und ein „Statement“. Auch zukünftig will die Landesregierung die Gründungskultur und Ausgründungen weiter unterstützen. „Wir brauchen die jungen, kreativen Leute, die sich etwas trauen, und Partner, die dies ermöglichen“, so die Ministerin.

Dann mussten die Finalisten ihre Gründungprojekte der Fachjury und dem Publikum in einem kurzen Pitch vorstellen. In der Jury saßen Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft – unter anderem auch Dr. Frank Schröder-Oeynhausen, Geschäftsführer des Technikzentrum Lübeck.

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Die Finalisten stellen ihre Gründungsprojekte in einem Pitch der Fachjury und dem Publikum vor.

Zunächst wurde der Publikumspreis verliehen, der im Vorfeld der Veranstaltung über die Sozialen Medien ermittelt wurde. Mit über 400 Likes und hohen Klickzahlen ging dieser an Julia Frauenschuh, Lynn Bollmeyer, Ann-Christine Predian von SaveCup. Und dies blieb nicht die einzige Auszeichnung der drei jungen Gründerinnen an diesem Abend. Auch der mit 10 000 Euro dotierte Gründerpreis wurde von Karin Prien, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, und Frank Schumacher, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse zu Lübeck AG, feierlich an SaveCup übergeben.

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Feierliche Verleihung der Auszeichnung an das Siegerteam. Prof. Dr. Henrik Botterweck, Frank Schumacher, Julia Frauenschuh, Lynn Bollmeyer und Ann-Christine Predian von SaveCup, Ministerin Karin Prien und Prof. Dr. Gabriele Gillessen-Kaesbach (v. l. n. r.)

Der Gründerpreis wird alle zwei Jahre verliehen und zeichnet ambitionierte Unternehmerpersönlichkeiten und Gründerteams mit innovativen, tragfähigen Geschäftskonzepten aus. Teilnehmen konnten Studierende, Mitarbeiter und Absolventen der Fachhochschule Lübeck, der Universität zu Lübeck sowie des UKSH Campus Lübeck.

Die Sieger 2018

SaveCup
Das Projekt rund um die drei Gründerinnen Julia Frauenschuh, Lynn Bollmeyer und Ann-Christine Predian hat sich die Müllreduktion und -vermeidung zum Ziel gesetzt. Sie entwickeln eine App, die Cafés anzeigt, bei denen man für das Mitbringen des eigenen Mehrzweckbechers Rabatt auf ein To-Go-Getränk erhält.

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Die Sieger 2018: SaveCup (Julia Frauenschuh, Lynn Bollmeyer und Ann-Christine Predian)

Die Finalisten und ihre Projekte (in alphabetischer Reihenfolge)

EduDocs
EduDocs entwickeln eine Cloud-Lösung für Lehrer und Schüler, die unter Berücksichtigung der Datenschutzrichtlinien die Zusammenarbeit und Digitalisierung erleichtert; ganz nach ihrem Motto: Einfach sicher zusammen lernen.

Konsultan
Konsultan ist eine unabhängige Online-Plattform für Produktberatung, die die Bedürfnisse der Kunden in den Vordergrund stellt. Durch zielgerichtete Fragen ermittelt Konsultan für Kunden das individuelle, optimale Produkt.

MillionFriends
Ziel des fünfköpfigen Gründerteams ist der Aufbau eines nachhaltig erfolgreichen Gesundheitstechnologieunternehmens. So wird durch Auswertung verschiedener Messdaten z. B. der individuelle Frühstückstyp für den eigenen Stoffwechsel ermittelt und eine gesunde, personalisierte Ernährung ermöglicht.

Nalisa
Nalisa ist eine App für Massagestudios, die es kleineren, lokalen Unternehmen ermöglicht, ihr Angebot zu veröffentlichen. Der Kunde kann über die App verschiedene Massagestudios vergleichen und online einen Termin vereinbaren.

NUPP-App
Die NUPP-App ist ein Lernprogramm zum Abnehmen ohne Diät und Förderung einer gesunden Ernährungsweise mit dem Ziel nachhaltiger Gewichtsreduktion. Mit der App können neue Verhaltensweisen hinsichtlich der Ernährung trainiert and angewöhnt werden.

Sino Marketing
Das Ziel von Sino Marketing ist der Vertrieb und die Vermarktung von Futter- und Arzneimitteln für Haustiere auf dem chinesischen bzw. asiatischen Markt mit dem Ziel, die Ernährung und Gesundheit der Tiere zu verbessern.

Unverpackt Lübeck
Im Unverpackt Laden in der Fleischhauerstraße können Kunden Lebensmittel in mitgebrachte Gefäße abfüllen lassen. Mit nachhaltigem Handel will die Gründerin die Zero-Waste-Bewegung nach Lübeck holen und so den verantwortungsvollen Konsum fördern und die Umwelt schonen.

 

Dänische StartUps zu Besuch im Technikzentrum Lübeck

Um StartUps und jungen Unternehmen den Einstieg in den deutschen Markt zu erleichtern, fand gestern die Veranstaltung Doing Business in Germany statt. Das Event war Teil des Interreg-Projekts Lean Landing, an dem sich das Technikzentrum Lübeck (TZL) als Netzwerkpartner beteiligt.

Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für StartUps ist die Internationalisierung, d. h. die Einführung ihrer Produkte oder Dienstleistungen auf dem ausländischen Markt. Einen grenzüberschreitenden Ansprech- und Kooperationspartner zu haben, der das lokale Marktumfeld und seine Kunden bzw. Konsumenten bestens kennt, ist dabei von entscheidender Bedeutung.

Entsprechend groß war das Interesse an der Veranstaltung Doing Business in Germany: knapp 30 dänische Jungunternehmer aus den verschiedensten Branchen nahmen an der Veranstaltung teil, um Wissenswertes über die Internationalisierung auf dem deutschen Markt zu erhalten. Ziel war es, die StartUps aus der HanseBelt Region auf der Suche nach grenzüberschreitenden Kooperationen mit lokalen Unternehmen zusammenzubringen und sie somit bei einer möglichen Einführung ihres Produkts oder ihrer Dienstleistung auf dem deutschen Markt zu unterstützen. Fokusthema war also der erfolgreiche Markteintritt in Deutschland. Auf der Agenda standen dabei Themen wie Industry und Health 4.0, IoT-Projekte, Vertriebs- und Marketingstrategien sowie erfolgskritische Markteintrittsfaktoren und Fördermöglichkeiten.

Dr. Frank Schröder-Oeynhausen, Geschäftsführer des TZL, begrüßte die Teilnehmer und stellte in seinem Eröffnungsvortrag das StartUp-Ökosystem in Lübeck sowie die Unterstützung junger Unternehmen und die Förderung der lokalen StartUp-Kultur durch das TZL vor. Anschließend gab Prof. Jörg-Uwe Meyer, Geschäftsführer von MT2IT und Vertreter der UniTransferKlinik, den Teilnehmern einen Einblick in aktuelle Projekte und Entwicklungen in den Bereichen Industry und Health 4.0 sowie IoT. Auch über die Möglichkeiten gemeinsamer FuE-Projekte in Deutschland und Europa wurde mit den Teilnehmern angeregt diskutiert.

Nützliche Tipps zum Thema digitale Vertriebs- und Marketingstrategien erhielten die dänischen StartUps von Christin Wessely, der Online-Marketing-Expertin von oncampus. Sie gab einen Einblick in die Internet- und Social-Media-Nutzung in Deutschland und die daraus resultierenden erfolgskritischen Marketing- und Vertriebsfaktoren auf dem deutschen Markt. Einen Überblick über die wichtigsten Industriezweige sowie Geschäfts- und Finanzierungsmöglichkeiten in der Region erhielten die Teilnehmer von Kristian Hamel und Felix Rother von der WTSH (Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH).

Lean Landing Doing Business in Germany TZL Lübeck StartUps Dänemark

Knapp 30 dänische StartUps durften wir gestern herzlich im TZL willkommen heißen.

Im Anschluss an die Vorträge fand im Rahmen einer Networking-Veranstaltung das so genannte „Match-Making“ statt, bei dem die Jungunternehmer aus Dänemark mit je einem Unternehmensvertreter und konkreten Ansprechpartner aus der Region zusammengebracht wurden und so ihr bestehendes Netzwerk erweitern konnten. Auch das FabLab Lübeck war mit einem Informationsstand vertreten. Hier konnten sich die Teilnehmer über die 3D-Druckkompetenz vor Ort informieren und eine Auswahl angefertigter Prototypen bestaunen.

Nach einem informationsreichen Tag, bei dem die dänischen StartUps viel Wissenswertes über den deutschen Markt erfuhren und mit neu geknüpften Kontakten im Gepäck, machten sich die Dänen gegen Abend wieder auf den rund vier stündigen Rückweg nach Hause.

Das TZL beteiligt sich am Interreg-Projekt Lean Landing, um StartUps und junge Unternehmen bei der Internationalisierung zu unterstützen und ihnen den Zugang zu nordeuropäischen Märkten zu ermöglichen. Insgesamt 15 Netzwerkpartner aus der Nordseeregion (Dänemark, Holland, Norwegen, Schweden und UK) unterstützen sie dabei bei der Kontaktaufnahme und Identifikation geeigneter Vertriebs-, Projekt- und Kooperationspartner.

Lean Landing TZL Lübeck StartUps Dänemark Rückfahrt

Nach einem ereignisreichen Tag voll hilfreicher Informationen und mit neu geknüpften Kontakten im Gepäck, machten sich die StartUps wieder auf den Rückweg nach Dänemark.

Lean Landing Projektverantwortliche Dänemark Deutschland

Die Projektverantwortlichen aus Dänemark und Deutschland: Dr. Frank Schröder-Oeynhausen (Geschäftsführer des TZL), Mads Stærk, Søren Berg Jørgensen, Jimmy Fausten Andersen und Niclas Apitz (v. r. n. l.).

 

Kontakt
Technikzentrum Lübeck
Niclas Apitz
Tel.: 0451-2903112
E-Mail: apitz@tzl.de

Mehr über das Projekt finden Sie hier.

Technikzentrum Lübeck launcht neues StartUp Portal

Gruenderviertel.de

Gruenderviertel.de ist das neue Informations- und Innovationsportal des Technikzentrums Lübeck (TZL), um StartUps aus Lübeck und ganz Schleswig-Holstein zu unterstützen.

Es ist kein Geheimnis, der Wissenschaftscampus Lübeck bietet ein exzellentes Umfeld für innovative StartUps. Kaum ein anderer Standort bietet jungen Unternehmen eine derart konzentrierte und gleichzeitig vernetzte Forschungs- und Wissenschaftslandschaft in den Bereichen Medizintechnik, Biotechnologie und Informationstechnologie. Zudem sorgt eine umfangreiche Infrastruktur für ideale Voraussetzungen, um den Technologie – Transfer zu nutzen und innovative Produkt zu entwickeln. Was liegt näher, als diesen einzigartigen Standort auch medial als Gründerviertel zu kommunizieren?

Gruenderviertel.de bietet Fachbeiträge, News und Information zum Ökosystem
Zu Beginn wird der Fokus auf der Berichterstattung über das StartUp Ökosystem am Campus und in Lübeck liegen, und zudem Fachthemen wie Open Innovation, Human Ressource und Internationalisierung aufgreifen, die für Gründer sehr relevant sind. Die Website bietet neben den Informationen für Gründer auch externen Stakeholdern und Unternehmen einen hautnahen Einblick und Zugang zu den einzelnen Projekten und Ideen am Campus Lübeck.

Gründer unterstützen und neue Impulse setzen
Gemeinsam mit den Campuspartnern und Institutionen aus ganz Schleswig-Holstein, möchte das TZL mit der Website neue Impulse für innovative Ideen schaffen und den Standort Lübeck/ Schleswig-Holstein für Gründer noch attraktiver gestalten. „Mit Gruenderviertel.de sollen ganz gezielt StartUps, Unternehmen, Institute, Politik, Stakeholder und Interessierte ermutigt werden, gemeinsame Initiativen und Gründungsprojekte zu entwickeln und zu fördern.“ betont Dr. Frank Schröder-Oeynhausen, Geschäftsführer vom TZL. „Wir sind überzeugt, dass es sowohl Gründungsinteressierte, Hochschulen und Unternehmer, aber auch die breite Öffentlichkeit interessieren wird, was es Neues aus dem Gründerviertel zu berichten gibt und wie man Unterstützung bei den Fokusthemen erhalten kann.“ Wer selbst gerne Ideen verwirklichen möchte oder innovative Beiträge für die Website oder das Ökosystem beisteuern möchte, kann sich übrigens direkt an das Gründerviertel-Team unter info@gruenderviertel.de wenden.
Schauen Sie doch mal im Gründerviertel vorbei: www.gruenderviertel.de

Dräger Garage: Kickbox – Kickoff 17.04.

17.04.2018 – Ein sehr dynamisches Klima herrschte bei der KickBox-Veranstaltung in der Dräger Garage. Über 60 Studenten der Fachhochschule diskutierten mit 30 Innovatoren von Dräger über Methoden zur Generierung neuer Ideen, über den richtigen Mindset und die Motivation, eigene Ideen weiter zu verfolgen. Vom Business Canvas Modell über Design Thinking Methoden bis hin zu Validierungs- und Präsentationsmethoden wurden eine Reihe von Tools vorgestellt, die die Umsetzung einer Idee erleichtern. Vielleicht ein guter Anknüpfungspunkt für eine künftige Zusammenarbeit mit dem TZL und dem Fablab, um beispielsweise gemeinsam an Prototypen zu arbeiten.

Weitere Informationen:

Dr. Frank Schröder-Oeynhausen (TZL) fso@tzl.de
Loai Fandi (Dräger) loai.fandi@draeger.com

Health 4.0 Tecathon Smart Services

Am 29.03.2018 geht der Health 4.0 Tecathon in die zweite Runde. Die Fokus-Themen sind Smarte Web-Applikationen und Internet of Things (IoT) Services. Studentische Projektgruppen, StartUps oder Entwicklungsteams aus Unternehmen können sich hier mit Experten aus der Wirtschaft und Wissenschaft zu diesen innovativen Themenbereichen austauschen. Wenn man also Interesse an den IoT Projekten hat, die gerade am BioMedTec Campus umgesetzt werden, dann solltet man unbedingt mit dabei sein!

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Jörg-Uwe Meyer (UniTransferKlinik)
E-Mail: joerg-uwe.meyer@unitransferklinik.de

 

Doing Business in Sweden

Gemeinsam mit der Media Evolution City möchten wir Sie herzlich einladen, an der Veranstaltung Doing Business in Sweden am 06. April 2018, 9:00-15:00 Uhr in Malmö, Schweden teilzunehmen. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Interreg-Projekts Lean Landing statt, an dem sich das Technikzentrum Lübeck als Netzwerkpartner beteiligt.

Ziel von Lean Landing ist: StartUps und junge Firmen den Zugang zu nordeuropäischen Märkten zu erleichtern. Das Lean Landing Netzwerk besteht aus 15 Partnern, Acccelerators und Incubators aus der gesamten Nordsee-Region, d.h. Dänemark, Schweden, Norwegen, Deutschland, Holland und UK. Die StartUps und junge Firmen haben im Rahmen des Lean Landing Partnernetzwerkes dann jeweils engagierte Ansprechpartner in den europäischen Regionen, die bei der Identifizierung und Kontaktaufnahme zu geeigneten Kooperationen z.B. im Vertrieb, für Projekte oder auch den Aufbau von eigenen kleinen Satellitenstandorten unterstützen.

Das Fokusthema der Veranstaltung am 6. April 2018 wird der erfolgreiche Markteintritt in Schweden sein. Falls Sie also überlegen, Ihre Produkte und Dienstleistungen in Schweden zu verkaufen – dann ist diese Veranstaltung wie für Sie gemacht. Insbesondere die Match-Making-Session mit schwedischen Unternehmen und Institutionen wird Sie dabei unterstützen.

Agenda

09:00                   Ankunft Media Evolution City (MEC)

09:15 – 10:00     Doing Business in Sweden – Welche Fördermöglichkeiten gibt es in Schweden.                                Sara Ponnert (Internationale Kooperationen MEC) und Invest in Skane.

10:00 – 11:30    Business Case: Erfahrungen aus der Praxis. Wie gründe ich ein Unternehmen in                              Schweden und worauf kommt beim Markteintritt an?

11:30 – 15:00    Mittagessen und Match-Making-Session mit schwedischen Unternehmen

 

Anmeldung und Information

Für interessierte Firmen besonders attraktiv: Der Teilnahme an dem Projekt ist kostenfrei und die Reisekosten werden zudem mit 50% erstattet. Bitte melden Sie sich bis zum 30. März 2018 an:

Technikzentrum Lübeck
Niclas Apitz
Tel.: 0451-2903112
E-Mail: apitz@tzl.de

Wir freuen uns auf Sie!

Moderierte Zusammenarbeit in Industrie-in-Klinik-Projekten

Die „UniTransferKlinik“ (UTK) unterstützt Medizintechnik-Hersteller und Kliniken bei der Realisierung von Forschungs-, Entwicklungs- und Erprobungsprojekten auf der „Industrie-in-Klinik-Plattform Lübeck“. Dabei kommen die erprobten Kompetenzen und Grundsätze der „Managed Collaboration“ zur Anwendung.

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UTK-Projektmanagement der kurzen Wege: Dr. Raimund Mildner (Geschäftsführung/Projektleitung) und Andrea Bollmann (Projektadministration)

„Zusammenarbeit in anspruchsvollen Projekten der medizintechnischen Produktentwicklung mit heterogenen Partnern muss in der Tat zielführend gemanagt werden“, erklärt UTK-Geschäftsführer Dr. Raimund Mildner den Sinn des international gebräuchlichen Begriffs. Bei „Industrie-in-Klinik-Plattform Lübeck“ organisiert die UTK als Plattform-Betreiber das effiziente Zusammenwirken von Kliniken des UKSH/Campus Lübeck mit Hersteller-Unternehmen sowie innovativen Dienstleistern insbesondere von den Technologieinstituten auf dem Campus. Auch die Belange öffentlicher Projektträger müssen angemessen berücksichtigt werden. Die Entwicklung innovativer Technologieanwendungen nah am klinischen Bedarf und mit hohem Realisierungs- und Markteinführungstempo brauche „Managed Collaboration“, so Mildner, um zeitlich, inhaltlich und mit geringstem Aufwand tatsächliche Qualitätsverbesserungen in der klinischen Versorgung zu erreichen, die für die Firmen neue Marktchancen eröffnen.

Die UTK mit ihren Gesellschaftern UKSH, Medizintechnikunternehmen sowie wissenschaftlichen Campusbeteiligten versteht sich dabei laut Mildner als neutrale Kooperationsmanagement-Einrichtung, die keine eigenen wirtschaftlichen Interessen verfolge, sondern als gemeinnützige „Kümmerer“-Stelle fungiere. „Wir sprechen als interdisziplinär erfahrene Projekt-Moderatoren die Sprache aller beteiligten Gruppen und berücksichtigen die unterschiedlichen Interessen und Vorstellungen von Unternehmen, Kliniken und Technologen sowie Wissenschaftlern, sodass ohne Reibungsverluste oder Doppelarbeit in verbindlicher Abstimmung eine Win-Win-Situation für alle Partner entsteht“, erläutert der UTK-Chef. Besonderen Wert wird bei „Managed Collaboration“ auch auf schlanke Kommunikations- und Administrationsprozesse gelegt. „Dinge wie sicheres Vertrags- und Abrechnungsmanagement sind bei uns in erfahrenen Händen. Außerdem entlasten wir mit unseren eingeübten Arbeitsweisen und fachübergreifenden Kompetenzen die Projektpartner von diversen begleitenden Querschnittsaufgaben wie Qualitätsmanagement, Dokumentation und Berichtswesen. Mit den nötigen medizin- und zulassungsrechtlichen Standards kennen wir uns aus und entwickeln unsere Kompetenzen für diesen Aufgabenbereich stets weiter, dies auch für medizinökonomische Untersuchungen und Nutzenbewertungen“, so Mildner. Auch werde die einfache Nutzung von Projektinfrastrukturen ermöglicht, etwa eines Transfer-OP oder des Medical-FabLab sowie von Projektbüros und -laboren. Auf diese Weise könnten sich die Projektpartner voll auf die eigentliche Produktinnovation von der technischen Entwicklung bis zur klinischen Erprobung und Markteinführung konzentrieren.

Ein wichtiges längerfristiges Ziel der UTK ist dabei die Innovationsförderung am Projektstandort Lübeck und dessen überregionale Vermarktung. Raimund Mildner sieht deshalb auch die Verstetigung und strategische Abstimmung der Zusammenarbeit von Projektpartnern als Daueraufgabe. „Wir bieten auf der Industrie-in-Klinik-Plattform Lübeck insbesondere Kliniken und Herstellern ganz konkrete Unterstützung bei der Fördermittel-Akquisition für einzelne Modellprojekte, bei der Anbahnung geeigneter Kooperationskontakte und bei der Verwertungsplanung für die entwickelten Produkte“, verspricht der UTK-Leiter. Auch in diesen Bereichen könne die Lübecker UniTransferKlinik auf umfangreiches Know-how und langjährige Erfahrungen in innovativen, interdisziplinären Großprojekten zurückgreifen. „Bei allen Projekt-Arbeiten achten wir stets darauf, dass die verfügbaren Ressourcen effizient und zielführend eingesetzt werden“, so Mildner.

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www.unitransferklinik.de

Molekulare Medizin in Lübeck: auf dem Weg zur nichtinvasiven Tumordiagnostik

Am Institut für Molekulare Medizin der Lübecker Universität (IMM) werden diagnostische Verfahren entwickelt, die eine nichtinvasive Tumorerkennung ermöglichen. Das Institutsteam von Professor Georg Sczakiel beteiligt sich mit diesem Thema an der „Industrie-in-Klinik-Plattform Lübeck“.

„Ich kann selbst kein Blut sehen“, verrät Professor Sczakiel lachend. Für ihn sei deshalb schon das bloße Blutabnehmen ein Eingriff in den Körper. Anders bei der Urinprobe: „Die können die Patienten ganz ohne Eingriff abliefern.“ Der Chemiker hat es sich deshalb unter anderem zur Aufgabe gemacht, neuartige uro-onkologische Krankheitsmarker zu finden und in geeignete labordiagnostische Verfahren umzusetzen.

Sczakiel

Dabei setzt Sczakiel auf molekularer Ebene an. Die neuen Marker lassen sich als Moleküle beschreiben, die das aktuelle Geschehen in Tumorzellen beim Blasenkarzinom anzeigen: Ribonukleinsäuren (RNA). „Wir haben zum Nachweis des Harnblasenkarzinoms bereits einen sehr robusten, zuverlässigen RNA-Marker gefunden und arbeiten hierfür an einer Machbarkeitsstudie zur Entwicklung eines standardisierten Verfahrens“, berichtet Georg Sczakiel. Denn nach der Entdeckung so eines chemischen Zeigers geht es in der Labordiagnostik stets darum, sogenannte „SOPs“ (Standard Operating Procedures) zu erarbeiten, mit deren Anwendung in verschiedenen untersuchenden Laboren reproduzierbar dieselben Messergebnisse erzielt werden können. „Neben der chemisch-technischen Stabilisierung der Probe für den Transport geht es dabei auch darum, den Laborarzt oder Laboranten mit klaren Arbeitsanweisungen auszustatten, die den Labortest treffsicher und aussagefähig machen“, so Sczakiel.

Mittelfristig zielt ein solches Vorgehen auf die Entwicklung von präzisen und einfach anzuwendenden nichtinvasiven Testverfahren. Professor Sczakiel kann sich vorstellen, in Zusammenarbeit mit Herstellern von Labordiagnostika schließlich sogar zu einem „Test-Kit“ für den Hausarzt oder für Zuhause zu kommen: „Prinzipiell funktioniert das dann wie der verbreitet genutzte Teststreifen für den Blutzuckertest. So ein Verfahren senkt die psychische Hürde für die Untersuchung erheblich, der Patient macht es freiwillig zur Früherkennung ohne Untersuchungsstress und ohne große Kosten für das Versorgungssystem“, so Sczakiel. Solche Kits könnten dann auch bei der Nachsorge nach einer operativen Tumor-Entfernung verwendet werden. Diese Tests seien zudem erheblich präziser als etwa die übliche, deutlich invasive Harnblasenspiegelung. Sczakiel geht davon aus, dass es langfristig möglich sein wird, solche nichtinvasiven molekularen Verfahren auch zur Diagnose anderer Krankheiten und dann auch zur Medikamentenentwicklung einzusetzen. „Bereits heute ist erkennbar, dass zum Beispiel ein kleines Molekular-Testfilmchen auf der Haut in nicht so ferner Zeit bösartigen Hautkrebs eindeutig von harmlosen Hautveränderungen unterscheiden kann, ohne die betroffene Stelle herauszuschneiden“, blickt der Chemiker voraus.

Bei der Weiterentwicklung solcher Ansätze an der Spitze der internationalen Forschung arbeiten die Lübecker Molekularmediziner mit verschiedenen Herstellern von Labordiagnostika und Laborgeräten zusammen. „Wir haben für derartige Projekte auf dem Lübecker Campus diverse bestens geeignete Einrichtungen, zum Beispiel die Klinisch-Experimentelle Forschungseinrichtung (KEF), ausgestattet mit einer großen Palette von Laborumgebungen und Geräten, wo wir gemeinsam mit Experten anderer Institute, Kliniken und Hersteller praktisch alle Entwicklungsschritte gehen können“, erklärt Sczakiel, der neben seinem Institut auch diese Campus-Einrichtung leitet.

(rwe)

Die Flow-Spezialisten

Das Labor für medizinische Sensor- und Gerätetechnik der Fachhochschule Lübeck (MSGT) arbeitet eng mit Medizintechnik-Herstellern und Kliniken zusammen, um innovative Verfahren und Komponenten für Medizingeräte zu entwickeln und zu testen. Die Experten fürs Messen und Modellieren im High-end-Labor beteiligen sich gegenwärtig auch am Projekt „Industrie-in-Klinik-Plattform Lübeck“.

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An neuen Geräten für die Infusion arbeitet Saif Abdul-Karim (Mitte) als Doktorand der Arbeitsgruppe Medizinische Sensor- und Gerätetechnik an der FH Lübeck. Daneben die Professoren Stephan Klein (links) und Bodo Nestler.

Ein Schwerpunktthema des Teams um die Professoren Stephan Klein, Bodo Nestler und Stefan Müller ist das Feld der „Fluidik“, also der Erzeugung, Handhabung, Messung und Kalibrierung von Volumenströmen, wie sie beispielsweise im Bereich der klinischen Infusionstechnik von entscheidender Bedeutung sind. „Wir haben auf diesem Sektor der Flow-Sensorik in den letzten Jahren ein breites und tiefes Know-how samt einer Reihe von modernen Prüfständen speziell für kleine Volumenströme aufgebaut“, berichtet Stephan Klein. „Unser Messplatz zur optischen Kalibrierung und Rückverfolgung von Strömen zwischen 10 und 500 Nanoliter pro Minute ist sogar weltweit einmalig“, ergänzt Professor Nestler.

Das Flow-Team am MSGT hat in bundesweiten und europäischen Förderprojekten unter anderem Messstände für implantierbare Infusionspumpen aufgebaut. Andere Arbeiten sollen es ermöglichen, bis zu acht verschiedene Flüssigkeiten und Medikamente über einen einzigen Katheder zu verabreichen. „So ein Multiplex-Betrieb ist dann in der klinischen Anwendung für den Patienten schonender und schließlich auch ökonomisch effizienter“, erklärt Professor Klein. Gegenwärtig entwickelt das Labor-Team in einem Folgeprojekt gemeinsam mit beteiligten Herstellern ein Mess- und Kalibrierungssystem für bestimmte Flow-Sensoren in Verbindung mit entsprechenden Mikroventilen und Mikropumpen.

Nicht immer müssen bei solchen Aufgaben gleich Prüfstände gebaut werden. Oft reichen zunächst auch umfassende Computersimulationen, um neue Verfahren der Biomedizintechnik zu untersuchen. Am MSGT steht entsprechendes Know-how insbesondere für die fluidischen Systeme, aber auch für thermische, mechanische und optische Eigenschaften und Prozesse zur Verfügung.

Ein anderes wesentliches Arbeitsfeld des MSGT umfasst den Bau so genannter „Kompartimentmodelle“. Darunter verstehen die Experten Test-Modelle, die ein bestimmtes biologisches Teilsystem physikalisch und mechanisch nachbilden und so eine frühzeitige, realistische Validierung von Produktideen ermöglichen. Ein Beispiel für solche „Phantome“ ist ein hier entwickeltes Harnblasenmodell, mit dem die Temperaturentwicklung bei endoskopischen Blasen- oder Prostata-Operationen gemessen werden kann. „Wir haben aber zum Beispiel auch Prüf-Modelle gebaut, mit denen wir die Wirkstoffabgabe beschichteter Implantate testen können“, ergänzt Stephan Klein die Liste der vielfältigen Entwicklungsdienstleistungen des Labors. Dazu gehört ganz aktuell auch die rechnerische Modellierung und technische Entwicklung einer Methode zur Bestimmung von Blutparametern mit optischen Mitteln. „Ziel des Projektes ist es, das Konzept für einen optischen Sensor zur klinischen Blutdiagnostik zu finden“, so der Maschinenbau-Ingenieur.

(rwe)

Roboter entwickeln für Rehabilitation und Service in der Klinik

Mobile Roboter könnten in Zukunft Patienten und Klinikpersonal unterstützen und entlasten. Das Lübecker Uni-Institut für Technische Informatik (ITI) forscht in diesem Bereich und entwickelt gemeinsam mit Unternehmenspartnern Robotik-Anwendungen für den Einsatz in der Rehabilitation und in den Servicebereichen der Klinik. Das ITI beteiligt sich mit diesem Thema an der „Industrie-in-Klinik-Plattform Lübeck“.

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Einen schon recht ausgefeilten Hand-Trainingsroboter für Schlaganfallpatienten kann Professor Erik Maehle bereits zeigen (s. Bild). Der promovierte Informatik-Ingenieur hat das ITI in den 90er Jahren aufgebaut und leitet es bis heute. „Wir haben uns die klinischen Anforderungen bei der Rehabilitation von Schlaganfallpatienten genau angesehen und dann den Prototypen eines haptischen Handschuhs entworfen, der ein sinnvolles Greiftraining ermöglicht“, erklärt Maehle den Arbeitsansatz in diesem Projekt. Die technische Basis bilden hier ein parametrisierbares Exoskelett der Hand und ein umfassendes System von Sensoren und Aktoren, sodass die Greifbewegung des Trainierenden genau erfasst und durch erzeugte Widerstandskräfte gezielt angeregt werden kann.

Auch für die Rotationsbewegung der Hand steht am Institut bereits ein prototypisches Trainingssystem zur Verfügung. Hier arbeitet der Patient gegen einen einstellbaren Motor an. „Bei diesen und anderen Systemen verfolgen wir stets das Ziel, möglichst effiziente und kostengünstige Geräte zu bauen, die im Falle der Rehabilitationsroboter möglichst auch beim Patienten zu Hause einsetzbar sein sollen“, so der ITI-Chef. Er sieht sein Institut als forschenden Entwicklungspartner für die Hersteller: „Neben der Entwicklung und dem Bau solcher Demonstratoren oder Prototypen unterstützen wir die Medizintechnik-Unternehmen auch mit umfassenden Machbarkeitsstudien und begleitender Evaluierung.“ Dabei kooperiere das ITI praxisnah mit den Kliniken des UKSH.

In den Kliniken sieht Maehle zukünftig gerade im Bereich der Service-Roboter weitere Anwendungsgebiete. Abgeleitet aus einem laufenden ITI-Projekt in der Logistik-Industrie denken die ITI-Experten über selbststeuernde Transportroboter nach, die zum Beispiel Essen selbstständig ausliefern könnten. „Solche autonomen Auftragssysteme erhalten ihre Aufträge etwa durch Sprach- oder Gestenanweisungen von Mitarbeitern, erledigen ihre Aufgaben dann aber selbsttätig auch und gerade in offenen Umgebungen wie Krankenhaus-Räumen“, erläutert Maehle das Konzept, das er mit „out of the box“ beschreibt. Will sagen: Solche Roboter sind so vorkonfiguriert, dass man sie „aus dem Karton“ holen und sofort „losfahren“ lassen kann. Dank ihrer Orientierungs-, Selbststeuerungs- und Selbstlern-Funktionalitäten passen sie sich neuen Aufgaben und Umgebungen erfolgreich an. Maehle weiter: „Solche Systeme können auch über den Transport- oder Service-Bereich hinaus eingesetzt werden, zum Beispiel als Pflege- und Assistenz-Systeme. Auch an solchen Zukunftsanwendungen arbeiten wir mit unseren klinischen und industriellen Partnern.“

(rwe)