Archiv des Autors: R M

Kontrastsensivität messen

… StartUp im MFC 1 des Technikzentrum Lübeck auf dem BioMedTec-Campus Lübeck … www.tzl.de und www.industrie-in-klinik.de

Lean Landing

Das TZL beteiligt sich an einem Interreg-Projekt unter dem Arbeitstitel Lean Landing. Es geht darum, für Lübecker StartUps und junge Firmen einen erleichterten Zugang zu nordeuropäischen Märkten zu schaffen. Dazu kooperiert das TZL mit 14 Partnern in Nordsee-Anrainerstaaten, die ähnlich wie das TZL jeweils über gute regionale Kontakte zu Wirtschaft und Wissenschaft verfügen. Interessierte Firmen haben im Rahmen des Lean Landing Partnernetzwerkes dann jeweils engagierte Ansprechpartner in den europäischen Regionen, die bei der Identifizierung und Kontaktaufnahme zu geeigneten Kooperationen z.B. im Vertrieb, für Projekte oder auch den Aufbau von eigenen kleinen Satellitenstandorten.

Unser Ansprechpartner: Niclas Apitz Tel 0451 2903 112 oder apitz@tzl.de

Lean Landing

http://www.tzl.de/en-lean-landing-project.html

Mit Licht mehr sehen

StartUp im TZL-MFC 7, unserem Optik-Zentrum …

mit-licht-mehr-sehen

Third Mission !?

lebensqualitaet

OCT im FabLab

fablab_oct

Industrie 4.0 : Mehr als Fertigungsvernetzung

Veranstaltung am 19.9. hierzu:  http://industrie40.tzl.de/ oder Veranstaltung Industrie 4.0

Die Thematik Industrie-4.0 wird vielfältig und breit diskutiert. Definitionsversuche gibt es viele, von fokussierten Fertigungssichtweisen bis hin zu globalen Visionen. Einen gemeinsamen Nenner hat der Lenkungskreis Plattform Industrie-4.0 bei den Bundesministerien für Wirtschaft und Energie sowie Bildung und Forschung formuliert (VDMA-Studie INDUSTRIE 4.0-READINESS, 2015, S. 11):

I40 Definition

Ein anderer Zugang zu Industrie-4.0 eröffnet sich über das 3-Schichten-Kognitionsmodell, das auf die schrittweise Erweiterung mechatronischer Systeme um intelligente Handlungssteuerung an der Mensch-Maschine-Schnittstelle abstellt, um diese dann mehr oder weniger weitreichend mit Funktionen künstlicher Intelligenz zu versehen (Innovationspotentiale auf dem Weg zu Industrie 4.0, 2015, S. 12ff.):

I40 Schichten

Ganz im Sinne seiner Mitglieder des Maschinen- und Anlagenhaus differenziert der VDMA dann die beiden Seiten Produkte und Produktion im Hinblick auf konkrete Ansatzpunkte für die Umsetzung von Industrie 4.0 (VDMA-Studie INDUSTRIE 4.0-READINESS, 2015, S. 12).

I40 VDMA

Eine Engineering-orientierte Sichtweise bringt die Logik des Product-Lifecycle-Management mit ein, dass Industrie 4.0 als Zukunftsprojekt für Hersteller und Dienstleister schon auch zunächst die Strategien der jeweiligen zukünftigen Marktentwicklungen – selbstreferenzierend auf Industrie-4.0-Entwicklungen – an den Beginn von unternehmensbezogenen 4.0-Initiativen stellt, nicht aber vordergründig auf 4.0 in der Fertigung abgestellt und dort den Ausgangspunkt sieht (Innovationspotentiale auf dem Weg zu Industrie 4.0, 2015, S. 31ff.).

I40 Engnineering

Weitere Studien differenzieren konsequenterweise Industrie-4.0 in Technologiefelder, die typischerweise zur Realisierung eines Internet der Dinge bzw. von Daten und Diensten als technische Grundlagen notwendig sind, samt zugehöriger Technologien. Funktionsbereiche fassen Einsatzbereiche in Unternehmen für 4.0-Anwendungen zusammen, die wiederum matrixartig auf Unternehmensbereiche bzw. deren Kern- und Unterstützungsprozesse abgebildet werden können. (BMWi-Studie Erschließen der Potentiale für die Anwendung von Industrie 4.0 im Mittelstand, 2015, S. 17ff.) (vgl. differenziertere Darstellungen hierzu im Anhang)

I40 Agiplan

Schließlich ist zu bedenken, dass sich die strukturellen Ansatzpunkte zum Verständnis und zur Umsetzungsorientierung von Industrie-4.0 immer auch daraus ergeben, welche Stellung Unternehmen in typischerweise branchenspezifischen Wertschöpfungsketten einnehmen. Diese beziehen sich – samt jeweils aller relevanten Unternehmensprozesse auf jeder Ebene – auf Produktkomplexitätsstufen in der vertikalen Fertigungstiefe auf dem Weg zum integrierten Endprodukt zur Nutzung beim Konsumenten. Zwischen Hersteller-Endprodukte und Konsument ist dann ggf. noch eine Dienstleisterintegrationsstufe als Gegenstand von Industrie-4.0 zu berücksichtigen, die das Endprodukt zur eigentlichen Nutzung veredelt bzw. bereitstellt, insbesondere via Handwerk und Handel.

Übrigens: TZL und UniTransferKlinik organisieren die Industrie-4.0-Testumgebung Lübeck für KMU im BMBF-Förderprogramm „Mobilisierung von KMU für Industrie-4.0“ (vgl https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-1181.html ). Info auf der o.g. Veranstaltung oder direkt unter 0171 530 9668)

 

Thinking outside the box: Kommunikation als Aufgabe für B2B-Gründer

Wer innovative technologische Produkte entwickelt, spricht oft seine eigene Sprache. Meistens ist die geeignet für die Verständigung mit anderen Experten aus der Branche. Es gibt aber Situationen, in denen sich auch der Spezialist auf Kommunikationspartner aus anderen Bereichen des Business-Lebens einstellen muss, insbesondere wenn er ein Unternehmen gründet, aufbaut und bekannt machen will. Dann gilt es zum Beispiel auf Informationsmultiplikatoren in der fachlichen oder auch der breiteren Öffentlichkeit, etwa Journalisten, zuzugehen. Das KommunikationsKontor Lübeck (KKL) ist langjähriger TZL-Partner und unterstützt B2B-Unternehmen beim Umgang mit dieser weit gefächerten Kommunikationsaufgabe.

WellachFlipkl

Ronald Wellach ist Inhaber dieser Lübecker Freiberufler-Agentur für Business-Kommunikation. Sein Text- und Kommunikationsprozess-Know-how stellt er gelegentlich auch in öffentlichen Veranstaltungen zur Verfügung. So führte er dieser Tage für den „Gründercube“ auf dem Campus einen „Blitzlicht“-Workshop für junge B2B-Unternehmer und Studierende mit Gründungsinteresse durch, Titel: „Thinking outside the box“. Das wichtigste Element erfolgreicher Zweckkommunikation sei es nämlich stets, aus der eigenen „Box“ auch einmal herauszukommen und die Perspektive des Partners einzunehmen, erläutert Wellach die zentrale Botschaft seines Kurzseminars für Anfänger in Sachen Unternehmenskommunikation. Das gelte im persönlichen Gespräch ebenso wie in der medialen Kommunikation. Immer gehe es darum, im Interesse der eigenen Idee und des eigenen Unternehmens einen oder mehrere Kommunikationspartner zu informieren und zu überzeugen. „Das kann man nur, wenn man bereit ist, aus dem dauernden inneren Selbstgespräch im Kopf und dem Dauerfachgespräch in der eigenen Firma einmal hinauszutreten und die konkreten Bedürfnisse und Interessen der Markt- und Kommunikationspartner wahrzunehmen und etwa auch die eigene Sprache auf die jeweiligen Gegenüber einzustellen. Und das kann man lernen“, betont der 50-jährige Kommunikationsberater.

Im Mini-Workshop bekamen die jungen Teilnehmer für ihren eigenen Lernprozess einen ersten Einblick in einige Regeln und Kreativtechniken, mit denen sie sich auf den Weg zu einer professionell geplanten Unternehmenskommunikation machen können. Zu solchen Werkzeugen gehört neben einer kleinen „Diskursmengenlehre“ unter anderem auch eine von Wellach so genannte „Sonne der Unternehmenskommunikation“, die dann über dem jungen Unternehmen „aufgeht“, wenn mit den wesentlichen Partnergruppen regelmäßig und zielführend kommuniziert wird. Den verbreiteten Ausdruck „Zielgruppe“ vermeidet der erfahrene Berater dabei bewusst, denn das – so sagt er – klinge, als wolle man den Gesprächspartner gewissermaßen als Zielscheibe benutzen und auf ihn schießen, was kommunikativ nicht funktioniere: „Es geht in der anspruchsvollen Technologie-Kommunikation um Überzeugung von Partnern auf Augenhöhe.“ Ein wirksames Praxis-Hilfsmittel aus der PR-Texter-Trickkiste stellte Wellach zum Abschluss des Kurzseminars vor: das im KKL entwickelte „WWW-Formular“ zur Entwicklung und Vertextung von Unternehmens- und Produktnachrichten insbesondere in Pressemitteilungen. „WWW“ steht hier nicht für „World Wide Web“, sondern für die Anforderung an den Material sammelnden Unternehmenskommunikator vonseiten seiner Multiplikatoren und Leser: „Wir wollen wissen.“

Info: www.kommunikationskontor-luebeck.de

(TZL)